Bekenntnis von Belhar, Confession of Belhar


 

Beratungsprozess zur Stellung
des Bekenntnisses von Belhar in der Lippischen Landeskirche

„Wir glauben, dass sich Gott als der Eine offenbart hat, der Gerechtigkeit und wahren Frieden unter die Menschen bringen will; dass er in einer Welt voller Unrecht und Feindschaft in besonderer Weise der Gott der Notleidenden, der Armen und der Entrechteten ist und seine Kirche aufruft, ihm auch hierin nachzufolgen; (…) dass die Kirche als Gottes Eigentum dort stehen muss, wo Gott selbst steht: gegen die Ungerechtigkeit und auf der Seite der Entrechteten“. (Das Bekenntnis von Belhar, 1986 Artikel 4)

Das Bekenntnis von Belhar ist das Bekenntnis unserer südafrikanischen Partnerkirche, der 'Uniting Reformed Church in Southern Africa (URCSA). Es ist 1986 im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika entstanden, hat sich aber seitdem weltweit auch über seinen eigentlichen Entstehungsanlass hinaus immer wieder als wegweisend erwiesen – auch in der Lippischen Landeskirche. Mehrere Kirchen haben 'Belhar' inzwischen offiziell angenommen (vgl. Vortrag von Prof. Modise).

Im Jahr 2018 hat auch die Lippische Landeskirche eine Diskussion über die Stellung des Bekenntnisses von Belhar in unserer Kirche aufgenommen. Nach einem anderthalbjährigen Beratungsprozess auf allen Ebenen der Landeskirche soll auf der Synode im Juni 2020 entschieden werden, ob in der Verfassung ein Bezug auf das Bekenntnis von Belhar verankert werden soll.

In Vorträgen, einer internationalen theologischen Konferenz, Impulsen und Diskussionen in Gemeinden und Klassen geht es darum, das Bekenntnis tiefer kennenzulernen und nach seiner Bedeutung für unsere Zeit und unseren Kontext zu fragen. Auch das Nachdenken über die unterschiedlichen lutherischen und reformierten Bekenntnis-Traditionen spielt eine Rolle; ebenso die Frage, welche praktischen Konsequenzen sich aus einem Verfassungsbezug auf dieses Bekenntnis für das konkrete Zeugnis unserer Kirche in der heutigen Welt ergeben würden. Hier dokumentieren wir Vorträge und stellen nach und nach Materialien zur Verfügung:

Fragen und Anregungen zum Beratungsprozess bitte an: Dieter Bökemeier, Pfarrer für Ökumene und Mission (dieter.boekemeier@lippische-landeskirche.de)

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