Hexerei in der Kleinen Eiszeit - War der Klimawandel an allem Schuld?

Montag, 27.04.2026

26-BA211

Vortrag mit Diskussion

Diese polemisch zugespitzte Frage wird in der modernen Hexenforschung bis heute kontrovers diskutiert. Ausgangspunkt ist die sog. „Behringer-These“, in welcher der renommierte Geschichtswissenschaftler in den frühen 2000er Jahren ein zeitliches Zusammenfallen von Verfolgungswellen und Witterungsextremen konstatierte. Hierzu soll im Vortrag ein kurzer Überblick zu den Methoden, Ergebnissen und Kritik der aktuellen Forschung vorgestellt werden. Welche Rolle spielten „Wetterhexen“ in den nordwestdeutschen Kriminalverfahren der Frühen Neuzeit? Welche Zusammenhänge konstruierten geängstigte Zeitgenossen zwischen Witterungsextremen und magischem Ritual? Und nicht zuletzt: Welche kulturellen Anpassungsstrategien erdachten die Menschen, um dem (teuflischen) Klimawandel trotzen zu können?

Montag, 27.04.2026, 19.30 Uhr
Ort: Vortragssaal des Archivs, Willi-Hofmann-Straße 2, 32756 Detmold
Referent: Michael Ströhmer, apl. Prof. Dr. phil. (geb. 1968) Arbeitsbereich Frühe Neuzeit an der Universität Paderborn
Gebühr: keine
TN-Zahl: mind. 15 Personen

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