Gottesdienst und Tagung in Lemgo

Lippische Landessynode befasst sich unter anderem mit dem Haushalt für 2022 und den Erprobungsräumen im Zukunftsprozess

Kreis Lippe/Lemgo. Die Synode der Lippischen Landeskirche kommt am Montag, 15. November, zu ihrer Herbsttagung im Kirchlichen Zentrum der Stiftung Eben-Ezer in Lemgo zusammen. Auftakt ist am Sonntag, 14. November, um 18 Uhr mit einem Gottesdienst in der evangelisch-reformierten Kirche St. Johann (Zugang über Mittelstr. 133, es gilt die 3G-Regel).

Landessuperintendent Dietmar Arends wird im Bericht des Landeskirchenrates unter der Überschrift  „Die Liebe Christi bewegt“ auf pandemiebedingte Veränderungen in landeskirchlichen Arbeitsfeldern wie der Bildungs- und der Beratungsarbeit eingehen. Zudem richtet der Bericht den Blick auf das Thema Klimagerechtigkeit, auf die Folgen des Klimawandels besonders für die Ärmsten dieser Welt und die Notwendigkeit der Verstärkung des Engagements für den Klimaschutz. Auch die aktuelle Situation von Flüchtlingen ist Bestandteil des Berichts.

Auf der Tagesordnung steht außerdem der Beschlussvorschlag zum Haushalt 2022. Grundlage für den Haushalt ist das geschätzte Kirchensteueraufkommen von 35 Mio. Euro. Dr. Arno Schilberg, Juristischer Kirchenrat der Lippischen Landeskirche, wird die geplanten Verwendung der Gelder vor der Synode erläutern: „An die Landeskirche und die Kirchengemeinden werden vielfältige neue Aufgaben herangetragen. Einige Beispiele sind Corona-Schutz und Schutz vor sexualisierter Gewalt. Wir beteiligen uns an der EKD-Initiative „Hinschauen – helfen – handeln“. Es finden Schulungen in den Kirchengemeinden vor Ort statt. Dafür wurden Dienstumfänge im Umfang einer Stelle geschaffen. Wir beschäftigen uns mit Nachhaltigkeit bei kirchlichen Gebäuden und Nachhaltigkeit beim Einkauf.“ Auch die Erprobungsräume führten zumindest für die nächsten fünf Jahren zu weiteren Ausgaben. Gleichwohl werde versucht, durch Umstrukturierungen in anderen Bereichen das Haushaltsvolumen nicht auszuweiten. Dr. Schilberg: „Bei all dem steht die Mitgliederorientierung im Vordergrund. Die vielfältige Arbeit in den Gemeinden muss erwähnt werden. Hier stehen Verkündigung und Seelsorge in Zeiten der Pandemie im Vordergrund. Die Gemeinden erhalten 38 % des Kirchensteueraufkommens und rund 30 % geben wir für die Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrer aus.“ 

Weitere Beschlussvorschläge liegen unter anderem vor zur Verlängerung des Projektzeitraums der Erprobungsräume sowie zur Stellung des Bekenntnisses von Belhar in der Lippischen Landeskirche. Dieses Bekenntnis aus der südafrikanischen Partnerkirche der Lippischen Landeskirche enthält starke Impulse zu aktuellen Themen wie Rassismus und Antisemitismus. Das Bekenntnis von Belhar legt einen großen Nachdruck auf Versöhnung und Einheit in Kirche und Gesellschaft.

Weitere Infos zur Lippischen Landeskirche:

Rund 148.000 Gemeindeglieder
65 reformierte und lutherische Gemeinden (54 ref., 10 luth., 1 ev.*)
4 reformierte und 1 lutherische Klasse
57 Synodale
Weitere Infos u.a. zu Struktur und Finanzen:

www.lippische-landeskirche.de/transparenz
 

*  Lockhausen-Ahmsen ist eine evangelische Kirchengemeinde mit Mitgliedschaft in der reformierten Klasse West und in der Lutherischen Klasse.


Die Verhandlungen der Lippischen Landessynode am 15. November können hier mitverfolgt werden.

11.11.2021

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