Tag gegen Kinderarbeit

Beim Kauf auf Siegel achten, die kinderarbeitsfreie Produkte kennzeichnen

Kreis Lippe. Am 12. Juni ist Welttag gegen Kinderarbeit. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat ihn 2002 ins Leben gerufen, um ein kritisches Bewusstsein für die Ausbeutung von Kindern zu schaffen. Weltweit arbeiten etwa 152 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren zum Teil in ausbeuterischen und gefährlichen Verhältnissen, erläutert Sabine Hartmann, Referentin für ökumenisches Lernen der Lippischen Landeskirche: „Für Schul- und Ausbildung bleibt da kein Platz, ein Leben in Armut, Hunger und Not ist oft vorprogrammiert. Corona verstärkt diesen Trend, denn in vielen Familien im globalen Süden haben die Erwachsenen während der Lockdowns ihre Arbeit verloren, und nun müssen die Kinder mitverdienen.“

Hilfsorganisationen wie Brot für die Welt sorgten mit ihren Partnerorganisationen vor Ort dafür, dass Familien in ihrer Existenzsicherung unterstützt werden und somit die Kinder statt mitverdienen zu müssen, zur Schule gehen können. „Aber solange in globalen Lieferketten immer noch Kinderarbeit zu finden ist, weil diese Arbeit Produkte wie Schokolade, Natursteine und Teppiche billig hält, wird sich an dem Grundproblem so schnell nichts ändern.“

Neben der Politik, die ja gerade darum ringe, ein Lieferkettengesetz durchzusetzen, damit Menschenrechte entlang der Lieferketten gewahrt bleiben, seien also auch die Konsumenten gefragt. Sabine Hartmann: „Bitte achten Sie beim Kauf auf Siegel, die kinderarbeitsfreie Produkte kennzeichnen, zum Beispiel „Fair Flowers“ bei Blumen, „Good Weave/Rugmark“ bei Teppichen, „Xertifix“ bei Natursteinen und „Fairtrade“ bei Schokolade.“

08.06.2021

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