Keine Abschottung

Landessuperintendent Dietmar Arends unterzeichnet Petition zur Flüchtlingspolitik

Kreis Lippe. „Flüchtlingspolitik in Europa: Erst stirbt das Recht, dann der Mensch“ – eine Petition mit diesem Titel hat inzwischen mehr als 110.000 Unterstützer gefunden. Der Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche Dietmar Arends hat die Petition jetzt ebenfalls unterzeichnet.

Der Text der Petition, die von Christinnen und Christen initiiert wurde, richtet sich an die Politik und an die Kirchen in Europa. Von den Regierungen der Europäischen Union wird unter anderem gefordert, internationales Recht zu wahren, statt es durch Abschottung auszuhöhlen: „Entscheiden Sie sich für eine Politik der Mitmenschlichkeit und Solidarität, damit Europa seine Würde behält.“ Gleichzeitig werden die Kirchenleitungen aufgefordert, sich in der derzeitigen historischen Situation „mutiger, klarer und unmissverständlich“ zu äußern: „Weisen Sie alle politischen Vorschläge zurück, denen nicht Liebe und Mitmenschlichkeit zugrunde liegen“.
Der Einsatz für die Aufnahme und den Schutz von Flüchtlingen sei ein wichtiges Anliegen für die Lippische Landeskirche, betont Landessuperintendent Dietmar Arends: „Ich persönlich mache mir große Sorgen angesichts der aktuellen politischen Entwicklung, die nur noch auf Abschottung und Abwehr ausgerichtet scheint. Darum habe ich unterschrieben“.
Bereits im Juni hatte die Synode der Lippischen Landeskirche die Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Familienzuzug zu subsidiär geschützten Personen kritisiert. Außerdem hatte sie ihre Befürchtung ausgedrückt, dass in den geplanten Ankerzentren für bis zu 1500 Menschen grundlegende Rechte der Schutzsuchenden gefährdet sein werden. In Ihrem Beschluss dankte die Synode zudem „allen Menschen in Lippe, die sich nach wie vor mit großem persönlichem Engagement für das gesellschaftliche Ankommen und die Rechte Geflüchteter in unserem Land einsetzen“ und stellt sich hinter das Kirchenasyl.

03.09.2018

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