Fachtag Straffälligenhilfe in Detmold

Vernetzung von ehren- und hauptamtlichen Fachkräften

Kreis Lippe/Detmold. Die Straffälligenhilfe stand im Mittelpunkt eines Fachtages, zu der das Diakoniereferat der Lippischen Landeskirche in Kooperation mit der Stiftung Herberge zur Heimat eingeladen hatte.

Ehrenamtliche des Freundeskreises der Gefängnisseelsorge e.V. sowie Leitungspersonen und Fachkräfte der Justizvollzugsanstalt Detmold, des ambulanten sozialen Dienstes, des Kommissariats für Prävention/Opferschutz und der Herberge zur Heimat nahmen teil.

Ziel der Veranstaltung war es, einen Überblick über die Arbeitsbereiche in der Straffälligenhilfe zu bekommen und die unterschiedlichen Akteure miteinander zu vernetzen. Als Referentin stellte Sabine Bruns (Geschäftsführerin Evangelischer Fachverband Straffälligenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe) die aktuelle Situation in NRW sowie die Herausforderungen der Straffälligenhilfe in Lippe vor – ein Thema war hier die Nachwuchswerbung im Ehrenamt.

Lutz Greger, Vorsitzender und Geschäftsführer der Justizvollzugsanstalt in Attendorn, thematisierte unterschiedliche Fragestellungen zum Thema „Justiz“.

In einer Gesprächsrunde wurden die in Lippe bestehenden Projekte und unterschiedlichen Angebote für straffällig gewordene Menschen und ihre Angehörigen vorgestellt, zum Beispiel „Betreutes Wohnen für ältere Haftentlassene“, ein gemeinsames Modellprojekt der Justizvollzugsanstalt Detmold, der Herberge zur Heimat, des Freundeskreises Gefängnisseelsorge und der Lippischen Landeskirche.

Deutlich wurde im Rahmen des Fachtags der Wunsch nach einer verstärkten  Vernetzung aller Akteure auf regionaler Ebene im Kreis Lippe.

28.10.2016