Mission – Oh Schreck!
Christian Reiser erläuterte im Gottesdienst in der Marktkirche, was Mission bedeutet.
„Wir brauchen Mission“, zeigt sich Christian Reiser überzeugt: „Wir sind noch nicht im Reich Gottes angekommen.“ Die Welt sei nicht friedlich. Mission bedeute, sich hinauszuwagen, Grenzen zu überschreiten. Die von Johannes Evangelista Goßner 1845 nach Indien entsandten vier Missionare hätten mehr als vier Jahre gebraucht, bevor die ersten Adivasi (indigene Bevölkerung) kamen, um sich taufen zu lassen: „Der Erfolg trat ein, als die Menschen merkten, dass die Missionare auf ihrer Seite standen. Die Missionare unterstützen sie in der Landfrage gegen die Großgrundbesitzer.“ Hinauszugehen und etwas zu wagen im Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und für die Bewahrung der Schöpfung, das sei Mission, so Reiser: „Der Missionsbegriff ist vielleicht nicht mehr zu retten, aber das, was dahintersteht, allemal!“
Musikalisch wurde der Gottesdienst sehr ansprechend durch Kantorin Lea Marie Lenart, Verena Stuckmann und Jutta Tschentscher gestaltet.
An der Liturgie beteiligt waren Pfarrer i.R. Uwe Wiemann, Kirchenälteste Hella Hartel und die Theologiestudentin Rachel S. Tirkey aus Indien, welche derzeit im Rahmen des Süd-Nord-Programms über die Gossner Mission ein Freiwilliges Soziales Jahr in Bad Salzuflen absolviert.
Die Kollekte des Gottesdienstes kommt der Flüchtlingshilfe Lippe und der Gossner Mission zugute.
21.02.2022