Wasser für alle!

Regionale Eröffnung der Aktion Brot für die Welt ernennt Groophonik zum Botschafter-Chor

Talkrunde. Dietmar Arends, Dieter Bökemeier, Sabine Hartmann und Uwe Sundermann (von links) informieren über weltweiten Wassermangel und die Arbeit von Brot für die Welt.

Kreis Lippe/Schieder-Schwalenberg. In der ev.-ref. Kirche in Schieder ist am Vorabend des 1. Advents die 59. Aktion von Brot für die Welt für Lippe eröffnet worden. Groophonik wurde dabei als Botschafter-Chor 2018 in OWL ausgesendet. Die Spendenaktion des evangelischen Hilfswerks wurde regional eröffnet, um sie in Lippe verstärkt zu verankern. Sie steht dieses Jahr unter dem Motto „Wasser für alle!“.

In einer Talkrunde informierten über weltweiten Wassermangel Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, Sabine Hartmann und Landespfarrer Dieter Bökemeier vom Referat Ökumene und Mission sowie Pfarrer Uwe Sundermann aus Schieder.

 „Ohne Wasser sind Leben und Wachstum nicht möglich. Weltweit haben 850 Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser. Aufgrund des Klimawandels werden Regenfälle besonders im Süden un­zuverlässig. Felder verdorren, Vieh stirbt, Mangelernährung und Hunger sind Folgen. Wasser ist eine Gabe Gottes, die für alle zu­gänglich sein muss“, sagte Landessuperintendent Arends. Mit Partnerorganisationen vor Ort helfe Brot für die Welt Menschen, trinkbares Wasser zu erhalten. Arends betonte, dass Brot für die Welt das Spendensiegel hat und über 90% der Gelder Hilfsprojekten vor Ort zugutekommen. Das Spenden- und Kollekten-Aufkommen in Lippe betrug 2016 insgesamt 300.000 Euro.

Eine Videoeinspielung veranschaulichte die Arbeit von Brot für die Welt und Jenny Purba aus Indonesien informierte über den Wassermangel ihrer Heimat. Obwohl das Land reich an Wasser sei, hätten 13% der Bevölkerung in Indonesien keinen Zugang zu sauberem Wasser. Flüsse würden verschmutzt und Mineralwasserkonzerne privatisierten Quellen, die dann nicht mehr allen zur Verfügung stünden. Die Reichen kauften Wasser in Flaschen, die Armen blieben auf der Strecke. Für Anbau von Palmöl und Luxusgüter der reichen Welt werde Wasser verschwendet. Eine Tasse Kaffee benötige 140 Liter Wasser allein für Anbau und Transport. Sabine Hartmann motivierte die Gäste, keine Konsumgüter zu verschwenden, sich regional und saisonal zu ernähren und Produkte, die Wasser verschwenden, zu vermeiden.

Schwungvoll hatte Groophonik unter Leitung von Tobias Richter den Abend eröffnet. E-Piano, -Drums und -Gitarre begleitete den hervorragenden Sound der rund 20 Choristen in schöner Bühnenbeleuchtung. Richter zeigte sich als Allrounder, der mit Vokal-Perkussion den Groove unterlegte, in die Tasten griff oder den Beat vorgab.

Der sympathische Chor regt mit Musik zum Nachdenken an und eignet sich somit besonders als Botschafter für Brot für die Welt. Lieder wie „All I Ask“ ermutigen zum Nachfragen. Ethno-Songs wie „Nga Iwi E“ der Maori aus Neuseeland oder das  preisgekrönte  „Baba Yetu“ (Vater unser auf Suaheli) sowie „Africa“ sind Gebete um Brot und Wasser.

Landespfarrer Dieter Bökemeier überreichte Groophonik die Urkunde zum Botschafter-Chor und verteilte Anstecknadeln in Notenform. Der Chor bedankte sich mit einem bezaubernden „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Schließlich erklang noch „Music“ von John Miles als Zugabe.

07.12.2017

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