Gerechtigkeit für Flüchtlinge

Pfarrer Dieter Bökemeier in zwei neue Ämter eingeführt

Landessuperintendent Dietmar Arends (2. von rechts) überreichte Landespfarrer Dieter Bökemeier (Mitte) die Ernennungsurkunden. Es gratulierten (von links:) Flüchtlingsberater Frank Gockel, stv. Landrätin Kerstin Vieregge, Kirchenrat Rafael Nikodemus, Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller und Pastor Hannes Menke.

Kreis Lippe/Detmold. Der neue Landespfarrer für Ökumene und Mission sowie für Flucht und Migration der Lippischen Landeskirche, Dieter Bökemeier, hat dazu aufgefordert, sich „mit großer Eindeutigkeit auf die Seite der heute Flüchtenden“ zu stellen. Es werde die Aufgabe der Kirche bleiben, „an die Gerechtigkeit für Flüchtlinge zu erinnern“, sagte Dieter Bökemeier in seiner Predigt im Gottesdienst in der Detmolder Christuskirche anlässlich seiner Amtseinführung.

Landessuperintendent Dietmar Arends merkte dabei an, dass es selten vorkomme, dass ein Pfarrer gleichzeitig in zwei Stellen eingeführt werde. Als Landespfarrer für Ökumene und Mission werde Bökemeier sich um die Gestaltung der kirchlichen Partnerschaften kümmern, die die Lippische Landeskirche zu Kirchen in Süd- und Westafrika sowie in Osteuropa und zu Missionswerken unterhalte. In der Pfarrstelle Flucht und Migration werde er Ansprechpartner für Geflüchtete sein sowie für Kirchengemeinden und Ehrenamtliche, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Zu seinen Aufgaben gehörten ebenfalls die theologische Grundlagenarbeit, die Seelsorge Geflüchteter und die Begleitung von Kirchenasylen. Arends: „Kirche agiert in der Welt und engagiert sich für Geflüchtete.“

Dieter Bökemeier (53 Jahre) erinnerte in seiner Predigt an die in Psalm 85 ausgesprochene Vision, dass „Gerechtigkeit und Friede sich küssen“. Alle, die diese Hoffnung ernst nähmen, machten sich „zu natürlichen Gegnern aller, die nur ans Einengen denken, die wieder vermehrt auf das Nationale setzen und die Ausgrenzung und Abwertung anderer zum Programm erheben.“ Die Beziehungen zu Partnerkirchen und Missionsgemeinschaften würden dagegen helfen, sich ein Gespür für die heilsame Weite des christlichen Glaubens zu bewahren und gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Pfarrer Bökemeier äußerte sich außerdem kritisch zur deutschen Flüchtlingspolitik. Sie sei inzwischen auf „Flüchtlingsabwehr“ umgestellt worden. Es habe sich ein grundlegender Wandel vollzogen zu „mehr Härte bei Abschiebungen und im Asylverfahren.“

Die Psalmworte aber stärkten alle, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagierten. Deren Einsatz sei nicht mehr so euphorisch wie im Sommer 2015, aber weiterhin sehr verlässlich. Ganz aktuell gebe es in Lippe eine viel beachtete Unterschriftensammlung des „Ökumenischen Forums Flüchtlinge in Lippe“ gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Bökemeier: „Und trotz mancher Schwierigkeiten lernen wir immer mehr, das Zusammenleben in größerer Vielfalt zu gestalten.“ Die Verbundenheit mit nach Deutschland Geflüchteten spüre man zum Beispiel in internationalen Bibelkreisen und in Begegnungscafés. Dies seien Orte und Aktionen, wo die im Psalm erwähnten Bitten um „Gnade und Treue“ sowie „Gerechtigkeit und Frieden“ zueinander fänden.
Nach dem Gottesdienst überbrachten Lippes stellvertretende Landrätin Kerstin Vieregge, Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller (Evangelische Kirche von Westfalen), Kirchenrat Rafael Nikodemus (Evangelische Kirche im Rheinland), Pastor Hannes Menke (Generalsekretär der Norddeutschen Mission) und Frank Gockel (Verein Flüchtlingshilfe Lippe) Grußworte ihrer Einrichtungen und Institutionen.

20.03.2017

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