Gegen Antisemitismus

Plakataktion #beziehungsweise in lippischen Kirchengemeinden zeigt Gemeinsamkeiten von Judentum und Christentum auf

Pfarrerin Bettina Hanke-Postma, Beauftragte für Jüdisch-Christlichen Dialog in Lippe, und Landessuperintendent Dietmar Arends unterstützen die Plakataktion #beziehungsweise.

Kreis Lippe. In diesem Jahr blicken die evangelische und die katholische Kirche zusammen mit den jüdischen Gemeinden auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zurück. Im Rahmen dieses Jubiläums sollen unterschiedliche Veranstaltungen stattfinden. In NRW verantworten die Lippische Landeskirche, die Evangelische Kirche von Westfalen (EkvW) und die Evangelische Kirche im Rheinland (EkiR) sowie die fünf Bistümer die Kampagne "#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als Du denkst".

Dahinter verbergen sich 12 Plakate für Schaukästen in Kirchengemeinden, die sich im Jahreslauf mit jüdischen und christlichen Inhalten beschäftigen. Die Plakat-Kampagne will ein Zeichen setzen gegen den zunehmenden Antisemitismus, der auch christliche Wurzeln hat. Dabei ist der Grundgedanke, die Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und Christentum im Festkreis des Jahres und im religiösen Leben aufzuzeigen.

Die Kampagne ist im Januar bundesweit und ökumenisch gestartet. Die Plakate für jeden Monat benennen anhand von Festen und Traditionen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der beiden Religionen und können in Schaukästen der Gemeinden aufgehängt werden. Ein QR-Code auf den Plakaten führt zu einer Website, auf der die Themen aufgearbeitet werden.

Entstanden aus einer Initiative der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), hat sich die Kampagne zu einem deutschlandweiten ökumenischen Projekt entwickelt, das von der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz aufgenommen wurde und unterstützt wird. Kirchengemeinden, die sich beteiligen wollen, und Interessierte finden weitere Infos hier .

28.01.2021

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