Zum Anschlag in Halle

Statement der Lippischen Landeskirche

Aus Anlass des Angriffs auf die Synagoge in Halle an der Saale wenden sich Landessuperintendent Dietmar Arends, die evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe, Bettina Hanke- Postma, sowie der Landespfarrer für Ökumene und Mission, Dieter Bökemeier, in einem Schreiben an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, Matitjahu Kellig:

„Fassungslos haben wir von den Attentaten in Halle gehört: vom brutalen Angriff auf die Synagoge, der Tötung von Menschen, dem unfassbaren Antisemitismus des Täters. Ehrlich gesagt fehlen uns die Worte. Wir wollen dennoch unser Mitgefühl und unsere Solidarität laut werden lassen. An Jom Kippur, dem Tag der Versöhnung, ist der Hass wieder einmal stärker als die Versöhnung. Wie oft in der Geschichte musstet ihr das erfahren. Wieder einmal wurde die jüdische Gemeinde angegriffen und das aus nur einem Grund, weil ihr Menschen jüdischen Glaubens seid. Der Angriff auf euch ist zugleich ein Angriff auf das allerengste Band zwischen Juden und Christen und allen Menschen, die guten Willens sind. Wir wollen und werden uns nicht damit abfinden und bekräftigen unsere Freundschaft und Verbundenheit miteinander.“

10.10.2019

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