„Ein Licht gegen Dunkelheiten“

Wanderfriedenskerze in Schötmar entzündet – Landessuperintendent Dietmar Arends: die Stimme erheben gegen Rechtspopulismus

Licht gegen die Dunkelheit: Landessuperintendent Dietmar Arends (Mitte) entzündet die Wanderfriedenskerze gemeinsam mit Dr. Almut Ludewig (Kirchenvorstandsvorsitzende der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Schötmar) und Matthias Schmidt (Pfarrer der Kilianskirche)

Kreis Lippe/Bad Salzuflen-Schötmar. Die Wanderfriedenskerze ist wieder auf dem Weg durch lippische Kirchengemeinden. Landessuperintendent Dietmar Arends entzündete sie am Sonntag während des Friedensgottesdienstes in der evangelisch-reformierten Kilianskirche Schötmar.


Die ökumenische Aktion gedenkt in diesem Jahr insbesondere der Opfer von Waffengewalt und damit auch deutscher Rüstungsexporte. „Dass Deutschland zu den größten Waffenexporteuren der Welt gehört, erfüllt mich mit Scham und Zorn“, erklärte Arends in seiner Predigt. Der Landessuperintendent erinnerte daran, dass sich in diesem Jahr der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges zum 400. Mal jährt und vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg endete. Basilius der Große habe bereits im vierten Jahrhundert ein wesentliches Merkmal des Christentums darin gesehen, Friedensstifter zu sein. Nicht nur die Verstrickung der Kirche in diese beiden verheerenden Kriege zeigten dagegen für Arends auf: „Schrecklich ist Kirche in der Geschichte gescheitert an dieser Aufgabe, Friedensstifter zu sein.“ Zudem bedeute Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern auch die Durchsetzung von Gerechtigkeit. „Davon sind wir heute weit entfernt.“

Mit Sorge blickt Arends auf die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Europa. Die rassistischen Hetzjagden in Chemnitz, Schiffe mit Flüchtlingen, die nicht in die Häfen dürften, völkische Ideen, die die AfD auch in Lippe verbreite: „Das ist eine Schande für Europa, eine Schande für unser Land – durch nichts zu rechtfertigen“, verdeutlichte er. „Wir müssen deutlich machen, dass uns die Menschen, die heute in dieser Welt von Krieg und Gewalt betroffen sind, am Herzen liegen.“ Es sei wichtig, die Stimme zu erheben gegen Rechtspopulismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. Ein „Licht gegen diese Dunkelheiten“ sei die Wanderfriedenskerze, die Arends im Anschluss an den Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Schmidt und weiteren Wanderern auf einen Pilgerweg zur Kapelle St. Raphael in Papenhausen nahm, ehe sie bis zum Buß- und Bettag zahlreiche weitere Gemeinden erreichen wird.

Parallel machte sich auch eine Fahrradgruppe unter der Leitung von Pfarrer Markus Honermeyer auf den Weg dorthin. Fahrräder an der Kilianskirche dürften auch künftig kein seltener Anblick bleiben – das Gotteshaus in Schötmar ist ebenfalls am Sonntag als „Radwegekirche“ ausgezeichnet worden. Ein entsprechendes Signet nahm Honermeyer im Gottesdienst vom Landessuperintendenten entgegen. Als erst zweite Kirche in Lippe macht sie damit nach außen sichtbar, dass vorbeikommende Radfahrer zu Besinnung und Gebet eingeladen sind.

04.09.2018

Evangelisch in Lippe

Thema: Abschied und Trauer

Eine Publikation der Lippischen Landeskirche in Zusammenarbeit mit der Lippischen Landes-Zeitung vom 27. Oktober 2018.

Hunger nach Gerechtigkeit

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Kreis Lippe/Lage. Musik mit „Shawn & the Wolf“, Informationen mit Johanna Gary (Brot für die Welt Berlin), Überraschungs-Aktionen und die Staffel-Übergabe von Mitgliedern des Chores GROOPHONIK als Brot für die Welt-Botschafter an den TBV Lemgo – alle Interessierten sind zur regionalen Eröffnung der 60. Aktion Brot für die Welt in der ev-luth. Kirche in Lage (Sedanplatz 4) am Samstag, 1. Dezember, um 18 Uhr herzlich eingeladen.

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