Nachbarschaft mit Leben füllen

Die Kirchengemeinden Horn und Bad Meinberg kooperieren

Kirchenälteste aus Horn und Bad Meinberg freuen sich: Das Bäumchen der Kooperation wird gepflanzt und eifrig begossen

Horn-Bad Meinberg. Die evangelisch-reformierten Kirchengemeinden Horn und Bad Meinberg arbeiten ab sofort stärker zusammen. Diese Kooperation soll die Struktur der Kirchengemeinden für die Zukunft stärken, die Nachbarschaft mit Leben füllen und die Arbeit der insgesamt drei Pfarrstellen in Bad Meinberg und in Horn unterstützen.

Die beiden Kirchengemeinden haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich in Arbeitsgruppen an der Vereinbarung gearbeitet. Die Anregung zu den Überlegungen gab der Kirchenältestentag 2014 in Belle zur Struktur der beiden Kirchengemeinden. Denn als vor vier Jahren Pfarrer Maik Fleck die Kirchengemeinde Horn und dann vor drei Jahren Pfarrerin Stijohann die Kirchengemeinde Bad Meinberg verließ, erschien es erst mal nicht möglich, jeweils für eine halbe Stelle – diese waren nach der aktuellen Anzahl der Gemeindeglieder noch vorgesehen – geeignete Bewerber zu finden. Schließlich entstand die Lösung mit einer Verbundpfarrstelle, die nun Pfarrer Matthias Zizelmann innehat.

Damit dieses Modell funktionieren kann, ist die Gemeindekooperation der nächste notwendige Schritt, sind sich die Verantwortlichen in den Kirchengemeinden einig.

Die Anfänge des Zusammenwachsens waren nicht immer leicht, wie Erika Flake (Öffentlichkeitsausschuss Horn) und Rainer Holste (KV-Vorsitzender Bad Meinberg) wissen: „Ohne Not gibt keiner etwas auf. Aber als wir mit der konkreten Ausarbeitung angefangen habe, war die Stimmung fast schon euphorisch.“  Denn dass sich etwas ändern müsse, sei allen klar gewesen. Zwei Gemeindeberater aus Westfalen seien hinzugezogen worden.

Die Kooperationsvereinbarung sieht unter anderem vor, dass Pfarrer Matthias Zizelmann (Horn und Bad Meinberg), Pfarrerin Petra Stork (Horn) und Pfarrerin Irmela Lutterjohann-Zizelmann (Bad Meinberg) ein Pfarr-Team für die beiden Kirchengemeinden bilden. Mehr gemeinsame Gottesdienste sind geplant, damit die Gemeinden sich weiter kennenlernen können. 2016 gab es bereits ein großes Begegnungsfest auf dem „Kreuzenstein“.

Die Gemeindebriefe sollen ein gemeinsames Erscheinungsbild erhalten und die Zusammenarbeit in der Katechumenen- und Konfirmandenarbeit verstärkt werden. Auch ist für Horn künftig einmal pro Monat ein Kindergottesdienst vorgesehen - mit Starthilfe aus Bad Meinberg. Weiterhin geplant sind zwei gemeinsame Sitzungen der beiden Kirchenvorstände pro Jahr. Der jährliche Ehrenamtlichen-Dank soll ab dem kommenden Jahr gemeinsam stattfinden.

Mit einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe zum Reformationsjubiläum „Typisch evangelisch?!“ sind die beiden Gemeinden bereits gestartet. Erika Flake und Rainer Holste: „Wir wollen auf diese Weise unsere bisherige gute Zusammenarbeit weiter stärken und ausbauen, die Verbundpfarrstelle war da ein guter Anfang.“

In der Klasse Ost gibt es vier weitere Verbundpfarrstellen und Kooperationen, und zwar in Cappel und Istrup, Hillentrup und Spork-Wendlinghausen, Falkenhagen und Elbrinxen sowie in Alverdissen und Sonneborn.

07.04.2017

Drei Ausstellungen zum Thema Reformation

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Gleich drei bemerkenswerte Ausstellungen locken derzeit ins Lipperland. Ob im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo, im Lippischen Landesmuseum Detmold oder im Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo – passend zum Lutherjahr 2017 dreht sich in den drei Häusern alles um das spannende Thema Reformation.

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Lippe feiert 500 Jahre Reformation - Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche.

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Diskussionsprozess

Die Landessynode hat im Frühjahr 2016 den Landeskirchenrat beauftragt, den Diskussionsprozess zur künftigen Gestalt der Landeskirche unter der Leitfrage „Wie muss die Lippische Landeskirche aufgestellt sein, um als eigenständige Landeskirche auch in Zukunft ihre Aufgaben gut erfüllen zu können?“ auf den Weg zu bringen.
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