Umwelt-Newsletter Juni 2012

TERMINE 

Klimaschutz für kleine Leute: Tag der Nachhaltigkeit in Kitas

Kirchliche Umweltbeauftragte laden zur Teilnahme ein

Sonnentag 2012

Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der EKD-Gliedkirchen (AGU) lädt die evangelischen Kitas bundesweit dazu ein, am 4. Juni einen „Sonnentag“ in den Einrichtungen zu gestalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen unterstützt sie dabei mit einer 20-seitigen Handreichung mit vielfältigen Anregungen.
Mehr Infos unter: http://www.ekd.de/agu/sonnentag.html 

22. September 2012 bundesweiter Klima-Aktionstag

Der diesjährige Klima-Aktionstag steht unter dem Motto „Wir sind Energiewende“ und soll ein Zeichen setzten für eine echte Energiewende. Dieses Jahr liegt der Aktionstag in der Schöpfungszeit, so lassen sich eventuell vielfältige Anknüpfungspunkte finden. Anregungen für Aktionen finden Sie unter: http://www.klima-bewegen.de/. Bitte nutzen Sie auch die Möglichkeit, die eigene Aktion auf der Homepage einzutragen.

ENERGIE UND KLIMA

Am 30.05.2012 haben die Übertragungsnetzbetreiber den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom veröffentlicht. Beim notwendigen Ausbau des Stromnetzes ist erstmalig auch ein Beteiligungskonzept vorgesehen. Auf dieser Seite können Sie das Konzept einsehen und an der Online-Konsultation über den Netzentwicklungsplan Strom 2012 teilnehmen.
http://www.netzentwicklungsplan.de/content/konsultation-2012

Eine interaktive Karte von Oxfam gibt einen umfangreichen Überblick über die Folgen des Klimawandels weltweit und veranschaulicht mit Videos, Fotos, Bildergalerien und Erlebnisberichten die Folgen des Klimawandels. Die Karte enthält die Kategorien Wasser, Migration, Meeresspiegel, Katastrophe, Gesundheit, Ernährung, Entwaldung und Anpassung.
Mehr Infos unter: http://www.oxfam.de/klima-im-unterricht

NRW: Mit einer gemeinsamen Klimaschutzerklärung „Die Zeit des Handelns ist gekommen“, melden sich Umwelt- und Wirtschaftsverbände, Unternehmen, kirchliche Organisationen, Gewerkschaften und kommunalen Initiativen gemeinsam zu Wort, um den Klimaschutz in einem breiten gesellschaftlich getragenen Diskurs in NRW voranzubringen. Damit soll der Energiewende in Nordrhein-Westfalen, als wichtigstem Industrie- und Energieland in Deutschland, neuer Schwung gegeben werden. Mehr Infos unter: http://nrw.nabu.de/themen/klimaschutz/nabuundklima/klimaschutzerklaerung/ 

Deutschland bei Klimaschutz Vorreiter - Ausbau von Energieeffizienz und Windkraft erforderlich

McKinsey-Studie: Kosten der Energiewende steigen bis 2020 um 60% – Ausstoß von Treibhausgasen sinkt um 31%
Deutschland ist beim Klimaschutz Vorreiter. Bis 2020 wird der Ausstoß von Treibhausgasen um 31% sinken gegenüber dem Niveau von 1990.
Mehr Infos unter: http://www.mckinsey.de/html/presse/2012/20120508_pm_klimaschutz.asp

RIO+20

* Vom 20.-22. Juni findet in Rio der Janeiro der UN-Gipfel zur nachhaltigen Entwicklung statt: www.uncsd2012.org

Hauptthemen des Gipfels sind:

  • die Stärkung des institutionellen Rahmens zur Durchsetzung des Prinzips der Nachhaltigkeit, hier bes. die Aufwertung des UN-Umweltprogramms UNEP
  • eine "Grüne Wirtschaft" (Green Economy), in deren Rahmen z. B. Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz gestärkt sowie ökologisch schädliche Subventionen abgebaut werden sollen (www.unep.org/greeneconomy).
  • es werden voraussichtlich - auf Vorschlag von Kolumbien - SDGs (Sustainable development goals) verabschiedet werden.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der "Green Economy" und dem zugrunde liegenden Wachstumskonzept ist auf dem in Rio parallel stattfindenden "People`s summit" zu erwarten, der von zivilgesellschaftlichen Akteuren, bes. aus Brasilien, organisiert wird. Auch kirchliche Netzwerke beteiligen sich in einer "Ecumenical coalition" an dem "People`s summit". http://rio20.net/en/

Auf der Homepage des EED wird bereits jetzt zu den Themen von RIO+20 gebloggt. Ein Nachlesen lohnt sich: http://www.rioplus20blog.de/

Theologische Reflexionen und Bausteine für Gemeindearbeit zu Rio+20, z. B. Gottesdienstvorschläge, Anregungen für die Jugendarbeit aus verschiedenen Landeskirchen finden Sie unter: http://www.eed.de/de/de.col/de.col.d/de.sub.50/de.sub.pub/de.pub.de.487/index.html

Nachhaltige Entwicklung bleibt bisher ein uneingelöstes Versprechen“; so das Positionspapier des Forum Umwelt und Entwicklung zum RIO+20 Gipfel: http://www.forumue.de/fileadmin/userupload/positionspapiere/Forum_PositionRio18042012-final.pdf

Green Economy: Gender_Gerecht: Ob Finanzkrise, Klimawandel oder der Hunger in vielen Ländern der Welt: unsere Wirtschafts- und Lebensmodelle stehen auf dem Prüfstand. Eine sozial und ökologisch gerechtere Gesellschaft muss machbar sein – aber wie? Fünf deutsche Frauenorganisationen fordern erstmalig in einem aktuellen Diskussionspapier, die „Green Economy“ als Lösungsansatz gesellschaftlicher Probleme um die Frauen- und Genderperspektive zu erweitern. Sie rufen insbesondere Frauen dazu auf, Stellung zu beziehen und einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel aktiv zu unterstützen. Das Diskussionspapier ist im Projekt „Green Economy Gender_Gerecht“ entstanden, das die Frauenorganisationen im Hinblick auf die kommende Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen durchführen. http://www.genanet.de/fileadmin/downloads/Green_Economy/17.11.11_Diskussionspapier_end.pdf 

Rio Minus 20

Schon vor dem Start des UNO-Umwelt- und Entwicklungsgipfels stellt sich Enttäuschung ein. Der Gegengipfel zeigt sich hingegen dynamisch

Von Andreas Behn, Rio de Janeiro, Poonal

Rio de Janeiro. Der Name des UNO-Gipfels Rio+20 steht schon lange nicht mehr als Synonym für Aufbruchstimmung und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Zwei Monate vor Beginn des Gipfels sprechen die Menschen in Brasilien kaum noch von Rio Plus 20. Stattdessen ist der Begriff "Rio Minus 20" in Mode gekommen.
Mehr Infos unter: http://amerika21.de/nachrichten/2012/05/52057/gipfel-rio-20

 

MELDUNGEN AUS DEM IKG

Auf dem Weg nach Rio

Kirchliche Umweltexperten bloggen zum UN-Gipfel Rio+20

Vom 20. bis 22. Juni findet in Rio de Janeiro die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung (RIO+20) statt. Zur Delegation des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed) gehören auch die beiden westfälischen Umweltexpertinnen Gudrun Kordecki (Institut für Kirche und Gesellschaft) und Katja Breyer (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung). Mehr Infos unter: http://www.evangelisch-in-westfalen.de/presse/ansicht/artikel/auf-dem-weg-nach-rio.html

MELDUNGEN AUS DER EKVW

Ökologische Streuobstwiese statt intensiver Landwirtschaft
Evangelische Kirchengemeinde erhält RWE-Klimaschutzpreis 2011

Wo vorher Düngemittel und Pestizide eingesetzt wurden, blühen jetzt knapp 100 Obstbäume. Der Untergrund hat sich in eine Trockenwiese verwandelt, Heimat für unzählige Insekten und Vögel. Heckenstreifen geben zusätzlich Kleinsäugern und Vögeln Schutz. Diese Maßnahme hat die Evangelische Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen kürzlich umgesetzt.
Mehr Infos unter: http://www.ek-froendenberg.de/index.php?id=gemeinde

Schöpfungsgerechtes Abendmahl
Schöpfungsgerechte Elemente sind abendmahlsgerechte Elemente

Dies ist die Kernaussage einer Ausstellung, die Pfarrer i.R. Horst Niemeier in Absprache mit dem kreissynodalen Umweltausschuss erstellt hat. Ihr Thema lautet „Ein Traum wird wahr, die Erde atmet auf – Was ist anders in einem Bio-Weinberg?"

  • Abendmahlswein aus schöpfungsgerechter Erzeugung - Was ist anders in einem Bio-Weinberg?
  • Öko-Winzer haben u.a. den Grundsatz, ihren Weinberg zu begrünen und ihn als ganzheitliches Öko-System zu gestalten…

Mehr Infos unter: http://www.kirche-bielefeld.de/.cms/372?search=Abendmahlswein 

Evangelische Markus-Kirchengemeinde Bielefeld

Die Markusgemeinde möchte zu einem bewussten Umgang mit der Schöpfung beitragen. Ein einfaches Symbol dafür ist der Beschluss des Presbyteriums, Brot und Traubensaft für die Abendmahlsfeier aus ökologischer Produktion zu beziehen. Mehr Infos unter: http://www.kirche-bielefeld.de/.cms/3

 

Beispiel-Beschlussvorlage „Klimafreundliche Durchführung von Tagungen der Kreissynode“

Hier die Beispiel-Beschlussvorlage für die Durchführung von klimafreundlichen Kreissynoden:
Die Kreissynode des Kirchenkreises …… folgt dem Beispiel der EKvW und der EKD und beschließt, ihre zukünftigen Tagungen möglichst klimafreundlich zu veranstalten. Auf diese Weise schont der Kirchenkreis …… Ressourcen, nimmt Verantwortung wahr und leistet einen Beitrag zur Schöpfungsbewahrung. Bei der Planung und Durchführung der Tagungen wird zukünftig darauf geachtet, dass CO2-Emissionen in erster Linie vermieden und reduziert werden. Die trotzdem anfallenden Emissionen werden anschließend kompensiert.
Mehr Infos bei Hans-Jürgen Hörner, Tel. 02361/206-205 oder per mail: Hans-Juergen.Hoerner@kk-ekvw.de

AUS DER LIPPISCHEN LANDESKIRCHE

Lebensraum Kirchturm- Artenschutz und Artenvielfalt in der Kirchengemeinde

Die Lippische Landeskirche hat die Aktion des NABU aufgegriffen und bereitet zur Zeit die Auszeichnung von Kirchengemeinden vor und führt dazu eine Bestandsaufnahme durch.
Mehr Infos zur Aktion unter: http://lippische-landeskirche.de/3628-0-39

Glauben - Praktisch

Unter diesem Motto haben das Team der Erlebnisausstellung Credoweg (http://credoweg.de/) und die Umweltarbeit der Lippischen Landeskirche ein neues Ausstellungselement erarbeitet. Mit fünf Fragen und einer verdeckten Waage geht es spielerisch um die Auswirkungen unserer täglichen Entscheidungen auf die Schöpfung. Das Element wurde zu Pfingsten bei dem NRW-Tagen der Öffentlichkeit präsentiert.
Weitere Infos unter: http://lippische-landeskirche.de/3629-0-39

MATERIALIEN FÜR DIE ARBEIT

Lesetipp:

Menschen, Klima, Zukunft?
Wege zu einer gerechten Welt

Der Klimawandel ist in aller Munde und trotzdem kommt die Bekämpfung der globalen Erwärmung viel zu langsam voran. Ohne einen umfassenden Umbau unserer Lebensweise – hin zu einer postfossilen kohlenstoffarmen Wirtschaft – wird eine wirksame Eindämmung des Klimawandels nicht gelingen. Gleichzeitig müssen wir dabei über den Tellerrand blicken und erkennen, dass Klimagerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit in unserer globalisierten Welt untrennbar miteinander verbunden sind. Weitere Infos unter: http://www.menschen-klima-zukunft.de/index.php?id=286

PROJEKTE

Bildungsprojekt zum Thema „Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

„Unser Projekt dient der Förderung der sozialen Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Freizeit und Schule in Deutschland“. Die Entwicklung inklusiver Sozialstrukturen sowie der Blick in die Welt (über den eigenen Tellerrand hinaus) - diese beiden Aspekte verbindet das Bildungsprojekt: „Jugend inklusive - global engagiert!“. Zur Thematik „Unser Klima –Unser Leben“ können alle Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung (10-16) gemeinsam im schulischen sowie außerschulischen Sektor aktiv werden. Dafür gibt es unser Bildungsmaterial (Handbuch, CD-Rom und Materialkiste), welches Sie auch nutzen können, um sich in Ihrer Stadt mit anderen Partnern aus Schule, Jugendbildung und Freizeit zu vernetzen und ein gemeinsames Klimaprojekt zu initiieren!
Mehr Infos: http://www.bezev.de/globales-lernen/unser-klima-unser-leben.html

04.06.2012

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