Umwelt-Newsletter April 2011

***TERMINE*

*Ostermarsch am 25. April 2011 an der Urananreicherungsanlage Gronau *

Atomkraftgegner aus Nordrhein-Westfalen haben zu einem Ostermarsch am Ostermontag an der Urananreicherungsanlage in Gronau aufgerufen. Anlass der Protestkundgebung war ursprünglich der 25. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe gewesen, die sich am 26. April 1986 ereignet hatte. Durch die Erdbeben- und Reaktorkatastrophe in Japan habe der Aufruf nun eine traurige Aktualität erhalten. Die EKvW ruft zur Beteiligung am Ostermarsch auf. Weitere Informationen unter: www.ostermarsch-gronau.de <http://www.ostermarsch-gronau.de>

*Wanderausstellung "25 Jahre nach Tschernobyl - Menschen - Orte - Solidarität" vom 30.04. -- 05. Mai 2011 im SportCentrum Kaiserau (Kamen)*

Anlässlich des 25. Jahrestags des Unglücks in dem ukrainischen Kernkraftwerk dokumentiert die Wanderausstellung die Katastrophe und ihre Folgen für die Region und für Europa. Präsentiert werden auch viele neue Erkenntnisse über das größte Unglück der Atomenergie. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) stellte die Schau zusammen. Im Rahmen der Station im westfälischen Kamen findet am 03.05.2011 von 19.00 -- 20.30 Uhr der Vortrag "Die deutsche Energiepolitik 25 Jahre nach Tschernobyl: Wie muss eine Energiepolitik gestaltet werden, die ernsthafte Konsequenzen aus den Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima zieht?" von Judith Kuhn (Institut für Kirche und Gesellschaft) statt. Weitere Informationen unter: http://www.ibb-d.de/tschernobyl_ausstellung.html

*Klima-Wandlerinnen - Fru?hjahrstreffen der Frauenkreise in der Lippischen Landeskirche am 11. Mai 2011, 18.00 - 21.00 Uhr in Lemgo*

Spu?ren Sie ihn schon? Hinterla?sst er schon Spuren in Ihrem Garten oder in Ihrem Erleben? Die Rede ist vom Klimawandel, genauer gesagt von der globalen Erwa?rmung. Beim diesja?hrigen Fru?hjahrstreffen "erzählen" 12 Frauen aus Bolivien, Deutschland und Tansania in der gleichnamigen Ausstellung, wie sie sich mit Hartna?ckigkeit und innovativen Ideen dem Klimawandel entgegen stellen. Sie berichten, welche Auswirkungen sie durch den Klimawandel erleben und was sie konkret in ihrem Alltag dagegen unternehmen. Heinrich Mu?hlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche, wird in einem Kurzreferat berichten, was die Lippische Landeskirche gegen den Klimawandel unternimmt. Außerdem wird der Frage nachgegangen, was wir Frauen vor Ort tun ko?nnen. Das Frühlingstreffen findet unter der Leitung des Leitungskreises der Evangelischen Frauenarbeit in der Stiftung Eben-Ezer, Alter Rintelner Weg, 32657 Lemgo statt. Es wird eine Teilnahmegebühr in der Höhe von 9,00 Euro (inkl. Abendimbiss) erhoben. Anmeldungen bitte an monika.korbach@lippische-landeskirche.de <mailto:monika.korbach@lippische-landeskirche.de>. Anmeldeschluss ist der 2.5.2011.

*Tagung "Geo-Engineering als Beitrag zum Klimaschutz -- können Technologien die Welt retten?" vom 20. - 22. Mai 2011 in Haus Villigst.
*Der Klimawandel ist die große Herausforderung für unsere Gesellschaften. Die Erderwärmung und der CO2- Ausstoß müssen reduziert. Effizientere Energienutzung, eine stärkerer Einsatz regenerativer Energien und ein sparsamerer Lebens- und Wirtschaftstil sind erste Antworten. Aber reichen die? Und: geht das nicht zu langsam? Können Technologien wie das unterirdische Speichern von CO2 (CCS), das Düngen der Meere mit Eisensulfat und das Aufforsten von Wäldern helfen? Was ist von den länderübergreifenden Klima-Weltrettungs-Großprojekten, dem sog. "Climate Engineering", zu halten? Können Großtechnologien integrativer Bestandteil einer wirksamen Klimapolitik werden? Wie viel Risiko wollen/dürfen wir eingehen? Wie weit lassen sich Kollateralschäden vorausberechnen? Weitere Informationen unter: http://www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen/f_kug_3.htm

*Treffen der kreiskirchlichen Umweltbeauftragten am 20. Mai 2011*

Die nächste Sitzung findet statt am 20.5.2011 im Haus landeskirchlicher Dienste in Dortmund. Einladung folgt.

*33. Deutscher Evangelischer Kirchentag vom 01. -- 05. Juni 2011 in Dresden*

Auch während des diesjährigen Kirchentags wird im Rahmen von Themenbereich 3 "Welt und Umwelt" im Zentrum Globalisierung und Umwelt ein breites Themenspektrum umweltrelevanter Fragestellungen abgedeckt. Dabei werden u.a. Fragen der nachhaltigen Ernährung, der sicheren Energieversorgung und des Klimaschutzes behandelt. Weitere Informationen unter: http://www.kirchentag.de/dresden.html
*AUS DER EKD*

*Reaktion der EKD** auf die tragischen Ereignisse in Japan***

EKD-Chef Nikolaus Schneider kritisiert die Atomtechnik als "nicht menschengerecht". Atomtechnik brauche hundertprozentige Sicherheit, die von Menschen nicht zu gewährleisten sei. Er fordert den schnellst möglichen Ausstieg aus der Atomkraft und keine Verlängerung: "Eine Technologie, die Fehler nicht verzeiht, tut uns nicht gut". In Europa könnten andere Ursachen zu einer Reaktorkatastrophe führen, etwa ein Terrorangriff, ein Flugzeugabsturz oder menschliches Versagen. Die Atomenergie habe Dimensionen erreicht, die das Maß des Menschlichen und die Verantwortung des Menschen übersteige.

Materialien und Texte finden sich u.a. auf: http://ekd.de/japan/index.php

*AUS DER EKvW*

*Reaktionen der EKvW auf die tragischen Ereignisse in Japan*

Bereits am 12. März bezieht der Präses der EKvW Alfred Buß in einer Pressemitteilung deutlich Stellung zur katastrophalen Lage in Japan. Er spricht den Opfern sein Mitgefühl aus und bezeichnet die Nutzung der Kernenergie als "ein Zeichen menschlicher Verantwortungslosigkeit" (http://www.evangelisch-in-westfalen.de/ansicht/artikel/wir-tragen-verantwortung-fuer-diese-erde.html).

In einem offenen Brief an den Umweltminister Röttgen vom 14. März fordern Präses Alfred Buß und Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, dass die Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke in Deutschland umgehend zurückgenommen wird (http://www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/ekvw/dokumente/nachrichten/11_03_14_AKW_Fukushima_BMU_Roettgen.pdf).

Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Klima-Allianz nimmt die EKvW in einer Pressemitteilung am 15. März Anteil am Schicksal der Opfer in Japan und fordert ältere Kernkraftwerke in Deutschland dauerhaft abzuschalten (http://www.die-klima-allianz.de/wp-content/uploads/2011/03/PRESSEMITTEILUNG-JAPAN-15032011.pdf).

*Start der Klimaschutzstrategie "EKvW 2020"*

Am 1. April fällt der Startschuss für die integrierte Klimaschutzstrategie der Evangelischen Kirche von Westfalen. Bis zum Januar 2012 entwickelt die EKvW ein Konzept, durch das sie bis zum Jahr 2020 40 % ihrer CO_2 -Emissionen einsparen kann. Die maßgeblichen Handlungsfelder liegen in den Bereichen Gebäude, Mobilität, Beschaffung und kirchliche Flächen.

*7. Start eines Konvois im "Grünen Hahn" in der EKvW *

Im April beginnt eine weitere Staffel von Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen mit der Einführung des kirchlichen Umweltmanagements "Grüner Hahn". Mittlerweile arbeiten über 110 Kirchengemeinden bzw. kirchliche Einrichtungen mit dem "Grünen Hahn" systematisch an Energie- und Umweltthemen und leisten so einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung. Durchschnittlich können die beteiligten Organisationen rund 20% Energie einsparen und so auch die Betriebskosten spürbar senken. Weitere Informationen unter: http://www.gruener-hahn.net/staffel7

*Start der Vorbereitungen zur Jugendkampagne "Powered by heaven"*

Die Vorbereitungen für Jugendkampagne der EKvW zum Thema Klimaschutz "Powered by heaven" haben begonnen. Im Rahmen des Evangelischen Kirchentags in Dresden wird eine Vorstellung der Kampagne erfolgen. Ansprechpartnerin ist Frau Ann-Kathrin Becker: Ann-Katrin.Becker@kk-ekvw.de <mailto:Ann-Katrin.Becker@kk-ekvw.de>

*Ökumenische Netzwerk Frauen für Klimagerechtigkeit gegründet*

Am 21.März 2011 hat sich das Ökumenische Netzwerk Frauen für Klimagerechtigkeit in Gelsenkirchen gegründet. In dem Netzwerk haben sich Frauenverbände, -organisationen und engagierte Frauen zusammengeschlossen, die einen konsequenten Klimaschutz einfordern. Die Katastrophe in Japan überschattete die Gründungsversammlung. Gleichzeitig verdeutlichte sie die Notwendigkeit eines verstärkten Engagements für Klimagerechtigkeit. Weitere Informationen unter:

http://www.moewe-westfalen.de/service/nachrichtenarchiv_2008/einfuehrung/

* *

*AUS DER LIPPISCHEN LANDESKIRCHE*

*Atom-Strom-Ausstieg-Lippe*

Ursprünglich zum 25. Jahrestag des Reaktorunglücks in Tschernobyl geplant aber nun vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Japan bereitet die Lippische Landeskirche einen Umstieg von Kirchengemeinden, Einrichtungen und Werken der Landeskirchen auf Öko-Strom vor. Details bei:

Heinrich Mühlenmeier, Umweltbeauftragter der Lippischen Landeskirche

Tel: +49-5222 / 805146

E-Mail umwelt@lippische-landeskirche.de <mailto:umwelt@lippische-landeskirche.de>

*MATERIALIEN FÜR DIE ARBEIT*

*Informationen zum Stromanbieterwechsel *

Die wichtigsten Informationen und Empfehlungen zum Stromanbieterwechsel für "echten" Ökostrom finden sich hier: http://www.klimaretter.info/was-tun/tipps-zu-ostrom-wechseln

Im Rahmen der Jugendkampagne "Powered by Heaven" wird derzeit eine Informationsbroschüre zum Thema Ökostrom und Anbieterwechsel erarbeitet, die demnächst bestellt werden kann. InteressentInnen können sich an Frau Katja Breyer wenden: katja.breyer@moewe-westfalen.de <mailto:katja.breyer@moewe-westfalen.de>

*Argumentationshilfe für die Energiewende*

Das Argumentationspapier für die Energiewende von der Klima-Allianz kann hier abgerufen werden:

http://www.die-klima-allianz.de/wp-content/uploads/Argumentationspapier-2010-08-19-web-version.pdf

*Fastenkampagne zu Wasser und gerechtem Frieden*

Das Ökumenische Wassernetzwerk veröffentlicht Bibelarbeiten zum Weltwassertag am 22.3. Ab Montag, dem 7. März, veröffentlich das Ökumenische Wassernetzwerk wöchentliche Meditationen zur Frage, welche Verbindungen zwischen dem Zugang zu Wasser, dem Kampf um diese kostbare Ressource und dem Aufbau eines gerechten Friedens bestehen. Die Materialien finden sich unter: http://www.oikoumene.org/de/activities/oekumenisches-wassernetzwerk-oewn/ewn-news-and-events-containers/english-news-container/single-news/article/3083/fastenkampagne-zu-wasser.html

*POLITIK*

*Energiepolitik*

Die Bundesregierung hat eine Aussetzung der Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke von drei Monaten angekündigt. Sämtliche deutsche AKWs werden nun eingehenden Sicherheitschecks unterzogen. Die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke (Neckarwestheim 1 & Philippsburg 1 in Baden-Württemberg; Isar I in Bayern; Biblis A & B in Hessen; Unterweser in Niedersachsen) sowie Krümmel in Schleswig-Holstein werden für die Zeit des Moratoriums vom Netz genommen. Als inoffizielles Beratergremium zur Diskussion der friedlichen Nutzung der Kernenergie aus einer moralischen und ethischen Perspektive wird eine Ethikkommission eingesetzt. Zu den Gremienmitgliedern zählt u.a. der badische evangelische Landesbischof Ulrich Fischer.

*Online-Petition: Nukleare Ver- und Entsorgung - Sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie *

Die Petition 2777 fordert: "Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die sofortige Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland einzuleiten. Die Laufzeiten sind nicht zu verlängern. Alle Atomkraftwerke sollen zum frühest möglichen Zeitpunkt stillgelegt werden." Bis zum 4. Mai 2011 kann die Petition, die den Sofortausstieg aus der Atomkraft fordert, noch online mitgezeichnet werden unter: https://epetitionen.bundestag.de/?sa=details;petition=17036

*Erdgas-Probebohrungen in NRW***

Die NRW-Landesregierung hat für die Probebohrungen von unkonventionellem Erdgas in Nordwalde im Münsterland ein Moratorium festgelegt. Das Wirtschaftsministerium NRW in Düsseldorf will zunächst die Ergebnisse eines Gutachtens zu Fragen des Umwelt- und Wasserrechts sowie der Bürgerbeteiligung abwarten, bevor es eine Genehmigung erteilt. Das Gutachten wird frühestens für den Herbst erwartet. Die interessierten Unternehmen haben das Moratorium akzeptiert, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. /Um einen Überblick über die verschiedenen Entwicklungen vor Ort zu erhalten, bittet das Team im Fachbereich 3 des IKG darum, uns über die Geschehnisse in Ihrem Kirchenkreis zu informieren. -- Herzlichen Dank!/

*Rot-Grün in NRW will vernachlässigtes Thema Umweltgerechtigkeit aufgreifen*

TAZ, 8.3.2011

Das NRW-Umweltministerium will diese Problematik aufgreifen. Fakt ist, dass der soziale Status mit darüber entscheidet, in welchem Umfang Kinder, aber auch Erwachsene unter Umweltbelastungen leiden.

http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-schoene-neue-welt/artikel/1/ungerechte-umweltgerechtigkeit/

*Online-Petition: Zulassungsstopp für gentechnisch veränderte Pflanzen
*Gentechnik im Essen ist teuer und riskant. Die EU plant die Zulassung vieler neuer Gentech-Pflanzen. Um deren Anbau zu verhindern, fordert die Petition des BÖLW einen Zulassungsstopp. Selbst die EU-Umweltminister kritisieren die Sicherheitsprüfung bei Gen-Pflanzen als unzureichend. Mit dem Zulassungstopp kann eine Ausweitung des Gentechnikanbaus in Deutschland wirksam verhindert werden. Die Petition fordert den Deutschen Bundestag auf, dafür zu sorgen, dass sich Deutschland für ein Stopp der EU-Zulassung für Gentechnikpflanzen auf dem Acker einsetzt. Um ein kraftvolles Signal gegen Gentechnik setzen zu können und unser Anliegen der Petition im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages persönlich vortragen zu können, wollen wir -- BIS ZUM 17. APRIL - 50.000 Bürgerinnen und Bürger gewinnen, die die Petition mitzeichnen.

Alle Infos finden Sie auf www.boelw.de/petition <http://www.boelw.de/petition>.

Die Petition kann online unter https://epetitionen.bundestag.de/ oder auf dem Postweg gezeichnet werden. Die Petition trägt die Code-Nummer 16941. Sie trägt den Titel: "Zulassungsbegrenzung/regionales Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen"

*Nulltoleranz für gentechnisch-veränderte Spuren in Saatgut bleibt bestehen*

/Berlin, 18.3.2011 /Heute wurde im Bundesrat ein Antrag, die bisherige Nulltoleranz für die gentechnische Kontamination von Saatgut durch eine "technische Lösung" zu ersetzen, mehrheitlich abgelehnt. Im Agrarausschuss des Bundesrates hatte er am 28. Februar noch eine Mehrheit gefunden. Die geplante Aufweichung der Saatgutreinheit war Anlass eines kurzfristigen, breit getragenen Protests gewesen.

Argumente für die Nulltoleranz und Hintergrundinformationen findet man unter

http://www.saveourseeds.org/fileadmin/files/SOS/Sonstiges/10Argumente_03.pdf

http://www.saveourseeds.org/fileadmin/files/SOS/Dossiers/Gentechnik%20im%20Saatgut.pdf

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